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Gams

Gamswild-die Kletterkönige der Bergen
Das Gamswild hat seinen bevorzugten Lebensraum oberhalb der Waldgrenze in der Alpenregion. Im Sommer ist das Gamswild bei seinen flinken Kletterkünsten in offenen Felswänden zu beobachten. Im Winter lebt das Gamswild in tieferen, sonnigen Lagen, die ein besseres Nahrungsangebot und Schutz vor Lawinen bieten. Ihre spreizbaren, hartgummiartigen Hufe, auch Schalen genannt, sind optimal dem felsigen Untergrund angepasst. Die Nebenhufe wiederum verhindern ein Einsinken im Schnee.
 
Beim Gamswild heißt das männliche Tier Gamsbock, das weibliche Gamsgeiß. Die Jungtiere bezeichnet man anfänglich als Bockkitz bzw. Geißkitz. Wachsen die Jungtiere heran, nennt man sie Jährlingsbock bzw. Schmalgeiß.
 
Die Gamsgeißen leben mit den Gamskitzen in Rudeln, wie auch die jungen Böcke. Einzelgänger werden die Gamsböcke erst mit dem Alter. Da Gamswild am Tag aktiv ist, erfolgt die Nahrungsaufnahme in den Vormittag- und Abendstunden.
 
Gamsböcke können bis zu 50 kg schwer werden, Gamsgeißen bis zu 40 kg. Gamswild zählt zu den horntragenden Wildtieren, beide Geschlechter tragen Hörner. Die Krucke der Gamsgeiß ist etwas dünner als das Horn des Bockes und an den Enden nicht so stark nach hinten gekrümmt. Der Querschnitt dieser Krucken zeigt sich beim Gamsbock eher kreisrund, bei der Gamsgeiß eher oval. Das Hauptwachstum der Hörner endet mit dem 5. Lebensjahr. Danach wachsen die Hörner nur mehr wenige Millimeter pro Jahr. Ausgewachsen haben die Hörner eine Länge von bis zu 30 cm. An der Basis ist ein Umfang von 9 bis 10 cm messbar. In der Brunftzeit sondern hinter den Hörnern sitzende Brunftfeigen ein Sekret ab, mit dem der Gamsbock sein Revier markiert. Die Kämpfe um die Weibchen finden im November und Dezember statt.
 
Im Jahreskreislauf wechselt Gamswild zweimal seine Fellfärbung. Ab Mai präsentieren sich die Grannenhaare kurz und fahlgelb gefärbt. Dunkel bis schwarz gefärbt sind die Läufe, die Bauchseite, die Zügel am Haupt (ein vom Maul zum Ohr laufender Streifen) und der sogenannte Aalstrich, welcher vom Haupt über den Rücken bis zum Wedel verläuft.
 
Ab September sind die Grannenhaare von schwarzer Färbung, die Bauchunterseite, der Spiegel und die Maske am Haupt weiß. Die Stirn, die Wangen und die Innenseite der Ohren sind blass- bis hellgelb. Am Aalstrich des Gamsbockes wachsen lange Grannenhaare mit weißen Spitzen, welche als „Gamsbart“ bekannt sind. Die bis zu 20 cm langen Gamsbockhaare werden von erfahrenen Gamsbartbindern zum „Gamsbart“ gebunden. Diese spezielle Jagdtrophäe wird als Zierde an den Trachtenhut gesteckt.
 
Die natürlichen Feinde wie Luchs, Bär, Wolf und Bartgeier sind weitgehend nicht mehr bei uns anzutreffen. Lediglich der Steinadler kann zur Gefahr werden.
 

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