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Hirsch

Hirsche - der König der Alpen
Der stolze Rothirsch ist das größte Wildtier in Österreich. Das männliche Tier wird Hirsch, das weibliche Tier Hirschkuh oder Kahlwild genannt. Bis zum 1. Lebensjahr heißt das heranwachsende männliche Tier Hirschkalb, im 2. Lebensjahr Spießer. Die Namen der heranwachsenden Weibchen sind im 1. Lebensjahr Wildkalb, im 2. Lebensjahr Schmaltier.
 
In unserem Lebensraum werden Hirsche bis zu 250 kg und Hirschkühe bis zu 100 kg schwer. Männliche und weibliche Rothirsche wachsen unterschiedlich schnell. In ihrem zweiten Lebensjahr ist eine Hirschkuh bereits voll ausgewachsen. Das männliche Tier hingegen wächst bis zu seinem fünften Lebensjahr und erlebt in seinem neunten Lebensjahr den körperlichen Zenit.
 
Das Fell der Hirsche – auch Decke genannt – färbt sich im Sommer rotbraun, im Winter braungrau. Die Hirschkälber tragen ein rotbraunes Fellkleid mit den charakteristischen weißen Flecken, die mit dem ersten Haarwechsel vor dem Winter verschwinden.
 
Hirsche leben in Rudeln. Das Kahlwild- oder Hirschrudel umfasst Muttertiere und Einjährige. Sobald die männlichen Jungtiere im Spießer-Alter sind, verlassen sie das Kahlwildrudel und schließen sich dem nur aus männlichen Tieren bestehenden Hirschrudel an.
 
Das Rotwild lebt bevorzugt in Regionen mit Wäldern und großen Lichtungen. Während der wärmeren Jahreszeit streift es auch in alpinen Lagen, wobei es sich nicht territorial bindet. Als tag- und nachtaktive Tiere legen sie Entfernungen von bis zu 100 km zurück, Nachtwanderungen von bis zu 10 km eingeschlossen. Ihr Seh-, Riech- und Hörvermögen ist gut ausgebildet.
 
Als sehr scheues Tier, wird das Rotwild dem Menschen immer ausweichen. Gut zu beobachten sind Wildhirsche während der Brunft von Ende August bis Anfang Oktober. Dann dröhnt das Röhren weithin. Der kehlige Klang mehrerer Brunftrufe hintereinander dient dem Paarungsverhalten und dem Imponiergehabe im Kampf mit den Rivalen.
 
Rothirsche sind reine Pflanzenfresser und Wiederkäuer. Sie äsen Gräser, Kräuter, Flechten, Triebe von Laub- und Nadelhölzern, Zwergsträuchern und Baumrinden. Als Nahrungsquelle dienen zudem Kastanien, Eicheln, Bucheckern, Rüben, Mais, Hafer und Kartoffeln.
 
Die stattlichen Geweihe der Wildhirsche bestehen aus Knochengewebe mit einem Gewicht von durchschnittlich bis zu 6 Kilogramm. Prachtexemplare können ein Geweihgewicht bis zu 12 Kilogramm tragen. Das Geweih besteht aus zwei Stangen mit je bis zu 1 m Länge und wird einmal pro Jahr abgeworfen. Bereits im Herbst beginnen knochenfressende Zellen die Knochensubstanz der Stirnzapfen, auch Rosenstöcke genannt, zu zerstören. Die sogenannte Hornung – Abwurf der Stangen - passiert im Februar. Im April des nächsten Jahres wächst den älteren Hirschen aus den Rosenstöcken eine Knorpelmasse, die durch den Bast mit Nährstoffen versorgt wird. Ein neues Geweih ist im Werden.
 
Mit den Geweihen werden Revier- und Rangordnungskämpfe ausgetragen. Die Rivalen stoßen mit den Geweihen aneinander und schieben den Rivalen weg. Der Sieger ist der sogenannte Platzhirsch, der sich mit den Weibchen paaren darf.
 
Nach einer Tragezeit von 32 Wochen werden vom Mai bis Juni meistens ein, seltener zwei, bis zu 8 kg schwere Kälber geworfen. Die Jungtiere des Vorjahres werden vertrieben, bleiben aber in der Nähe der Mutter. Das Rotwild bleibt sein Leben lang ein Rudeltier.

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